Der nächste Kata-Workshop unter der Leitung von Astrid Machulik findet am 4.12.2011, 10.00 - 15.00 Uhr, im Sportforum statt. Das Thema wird die Ju no Kata sein. Ausschreibung folgt!

Unser Landesverband hat einen neuen Koordinator für die Gruppe "Menschen mit geistiger Behinderung" in den verschiedenen Vereinen: Sven Neuber von der Abteilung PELIKAN JUDO im KSC Obi hat das Amt übernommen. Der Trainer kümmert sich seit einigen Jahren um die Judoausbildung junger Menschen mit Behinderung, speziell um Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung. Und findet damit auch über die Stadtgrenzen hinaus Anerkennung, wenn er sich mit seinen Schützlingen an Wettkämpfen und Lehrgängen beteiligt.

Sven Neuber ist auf Bitten des JVB-Präsidiums Nachfolger von Hamdy Mohamed vom Verein BC Ken Shiki, der bisher die Aufgabe übernommen hatte und einer der Initiatoren war, dass im Landesverband der Behindertensport stärker beachtet wurde. JVB-Präsident Johannes Meißner übermittelte Hamdy Mohamed den Dank des Präsidiums für sein Wirken.

Carolin und Robin wollen aufs WM-Podest

Das Berliner Duo Carolin Weiß (BC Dento) und Robin Reibedanz (Polizei SV) sind auf der Reise nach Kapstadt, wo am Donnerstag die Weltmeisterschaften der Junioren U20 beginnen. Beide fliegen mit dem Willen nach Südafrika, bei der Medaillenvergabe kräftig mitzuwirken. Allerdings haben sie unterschiedliche Voraussetzungen.

Carolin Weiß

Carolin ist im Schwergewicht die Nummer 1 in Europa und glänzte vor allem bei den Kontinents-Titelkämpfen im September im belgischen Lommel als Siegerin. Sie hat aber auch schon WM-Erfahrung, war in der Altersklasse U17 bereits Bronzemedaillengewinnerin. Ihre Geschwister, aber vor allem Papa Michael, der sie im Verein betreut, wird ganz fest die Daumen drücken. Landestrainer Martin Rumpf der vor Ort ist, wird seinen Schützling bestens einstellen. Mit dem Selbstbewusstsein, mit ihrer Schnelligkeit und ihren schon technischen Fertigkeiten kann sie der Konkurrenz schon Paroli bieten. O-Goshi ist ihre große Stärke.

(Foto: Karl-Heinz Otto)

 

robin_reibedanz

Robin, der in der Klasse bis 81 kg seine Chance sucht, hat sich erst in dieser Saison in den Blickpunkt der Auswahltrainer gebracht bei Europacup-Turnieren u. a. in Litauen und Griechenland. Er war Zweiter beim Hauptstadtpokal und Dritter beim Bremer Turnier. „Ich will in Kapstadt das beste Judo abrufen. Die europäische Konkurrenz kenne ich, was aus Japan und Korea kommt allerdings nicht.“, sagte der 19-Jährige, der an der Sportschule in Frankfurt (Oder) von Sven Hesse trainiert wird. Begonnen hat er einst bei Nippon Steglitz und dann beim Polizei SV weiter trainiert. Mit Seoi-Nage und Uchi-Mata will die Gegner bezwingen.

(Foto: privat)

 

Mit 8 behinderten und nicht behinderten TeilnehmerInnen hat der KSC Obi, Abt. PELIKAN JUDO den integrativen Herbstlehrgang 2011 in Westerstede/Niedersachsen besucht. Für alle TeilnehmerInnen gab es neben reichlich Judo auch viele Freizeitangebote, wie Judo-Safari, Schwimmen, eine Disco, einen Besuch auf dem Bauernhof etc. Alle Berliner SportlerInnen erreichten bei der schon zur Tradition gewordenen Kyu-Prüfung die nächste Gürtelfarbe zum weiß-gelben, gelben und gelb-orangen Gürtel. Der Niedersächsische Judoverband richtet jährlich den integrativen Herbstlehrgang für behinderte, von Behinderung bedrohte und nicht behinderte Judoka aus. Parallel zum Herbstlehrgang fand ebenfalls die Übungsleiter-B „Judo mit behinderten Menschen"-Ausbildung statt, an welcher ebenfalls eine Berliner Sportlerin teilnahm.
Edina Bognar vom TSV Spandau 1860 absolvierte erfolgreich diese Ausbildung und hatte, laut eigenen Aussagen, sehr viel Spaß.
Herzlichen Glückwunsch an alle TeilnehmerInnen.

Berliner Judoka vom BC RANDORI hatten bei den Irish Open in Dublin einen guten Tag und stellten am Wochenende fünfmal einen Sieger. Julia Weikert wurde doppelte Gewinnerin, wobei sie es jeweils mit Gegnerinnen aus dem eigenen Verein im Finale zu tun hatte! Bei den Juniorinnen gewann sie gegen Ronja Habermann, die zuvor schon in der u17 Erste war, bei den Damen gegen Jenny Hartfiel! Turnier-Erste wurden auch Cynthia Schwarzlose (U20 -48 kg) und Jonas von Münchow (U20 -73 kg).
Die Ergebnisse-Übersicht der Berliner Starter:
U17w: -52 3. Sophie Badenhop, +63 1. Ronja Habermann. -U20w: -48 1. Cynthia Schwarzlose, -52 3. Sophie Badenhop, -70 1. Julia Weikert, -70 2. Ronja Habermann, -70 3. Jennifer Hartfiel. U20m: -73 1. Jonas von Münchow, Frauen: -48 3. Cynthia Schwarzlose, -70 1. Julia Weikert, -70 2. Jennifer Hartfiel, Masters (Ü30): -90 7. Stephan Steigmann.

Nachträglich zu seinem 85.Geburtstag erhielt unser Ehrenmitglied des Landesverbandes Helmut Bark eine große Auszeichnung. Für seine jahrzehntelange  Tätigkeit im deutschen Judosport sowohl im DJV als auch seit 20 Jahren  im DJB  wurde ihm am Wochenende von der Mitgliederversammlung des Deutschen Judobundes in Sindelfingen der 8. Dan zugesprochen. "Diese Auszeichung ist für Helmut Bark hochverdient. Sowohl Brandenburgs Präsident Jan Schröder als auch ich haben vor den Mitgliedern aus allen Bundesländern das Wirken Hemut Barks hervorgehoben", informierte JVB-Präsident Johannes Meißner. So sei dem Vorschlag des DJB-Ehrenrates mit großer Mehrheit zugestimmt worden. Der Geehrte sei trotz seines hohen Alters immer noch sehr aktiv, besonders in der Auszeichnungskommission unseres Landes-Verbandes. "Helmut Bark ist auch sonst ein erfahrener Ansprechpartner, wenn es um Graduierungfragen geht."

Dieser Lehrgang war mit 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gut besucht, so dass Astrid Machulik und Siegfried Genz sehr zufrieden waren. Tatsächlich war  auch bei den Judoka, die die anderen beiden Workshops bereits besucht hatten eine sehr gute Entwicklung zu erkennen. Da dieses Mal auch Karateka unter den "Schülern" waren, haben einerseits die Judoka Partner gehabt, die mit zielgenauen und kontrollierten Schlägen und Fußtritten angriffen und somit das Üben der Abwehrtechniken unter realistische Voraussetzungen stellten, auf der anderen Seite konnten die Karateka Erfahrungen mit Hebeltechniken sammeln. Auch die Stockabwehr war für viele Neuland.

Zum Abschluss des Lehrganges wurden dann noch verschiedene Abwehrtechniken gegen Würgegriffe wiederholt. Das Anliegen von Astrid und Siegfried, gegenseitiges Verständnis für die unterschiedlichen Kampfkünste zu vermitteln, respektvolles und gegenseitiges Helfen zu vertiefen und miteinander und voneinander  im Rahmen der SV zu lernen, wurde von ihnen erfolgreich umgesetzt. Bei lernintensiver Atmosphäre blieb aber auch der Spaß nicht aus und so hatte dieser Workshop erneut eine sehr positive Resonanz. Viele der Anwesenden erwarten schon den nächsten Lehrgang - er wird kommen -  im nächsten Jahr!

Maximilian Schubert mit gutem dritten Rang
SC-Bushido-Kämpfer Maximilian Schubert war am zweiten Tag der einzige Berliner, der in Frankfurt (Oder) bei den Deutschen Pokalmeisterschaften der Frauen und Männer einen Podestplatz belegte. Er wurde am Sonntag in der -90-kg-Klasse beachtlicher Dritter und kann an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen, die Ende Januar  nächsten Jahres voraussichtlich in Potsdam ausgetragen werden. Im Kampf um den Einzug ins Finale unterlag er dem späteren Pokalsieger Maxim Chykurda (UJKC Potsdam), der einst zum SC Berlin gehörte. Nach Gold durch Lea Folkerts (EBJC/-78 kg) und Bronze durch Jens-Peter Bischof (BC RANDORI/+100 kg) am ersten Tag, war das Abschneiden der Berliner insgesamt etwas unter den Erwartungen geblieben. Die Berliner Meister Julia Dorny (SV Berlin 2000/-70 kg), Jasper Olthoff (JV Berlin-Tegel/-66 kg) und Adrian Gutbell (PSV/-73 kg) wurden jeweils Fünfte.
(Siehe auch www.german-judo.de)