Vom 2.3.11 bis 7.3.11 hat in Zagreb/Kroatien ein internationaler EJU-Kata-Lehrgang stattgefunden.
Als Dozenten fungierten dabei Experten des Kodokans aus Tokio. Eine von vielen „Schülern“ aus dem In- und Ausland war auch unsere Kata-Beauftragte Astrid Machulik. Nach hartem Training demonstrierte sie eine eindrucksvolle Kime no Kata und erhielt dafür das Diplom vom Kodokan. Herzlichen Glückwunsch!

                        

Sie liebt das Judo wie ihre Familie und will beidem bestens gerecht werden. Astrid Machulik (SC Berlin), seit 38 Jahren mit dem Judo engstens verbunden, ist die Kata-Expertin unseres Verbandes mit allen erforderlichen Lizenzen. Sie ist auch Trainerin mit einer A-Lizenz, A-Kampfrichterin, Trägerin des 5. Dan im Judo, des 2. Dan im Ninjutsu und des 1. Dan im Karate. Sie  ist im JVB eine der ImpulsgeberInnen, hat auch ihren Sohn Stephan an das Judo so herangeführt, dass er auch Trainer und Bundes-B-Kampfrichter ist.
Als Kata-Beauftragte im JVB ist sie bemüht, gemeinsam mit Thomas Wawrzinek und Ingo Köhler Teilnehmerzahlen an derartigen Veranstaltungen systematisch zu vergrößern. Am 27. Februar waren immerhin 35 Aktive zum Lehrgang gekommen, eine Zahl, die Hoffnungen auf mehr verspricht. Vor allem bei Astrid Machulik: „Kata ist für  das Beschreiten des sanften Weges – also Judo – genauso unverzichtbar wie Randori und Shiai.“  Kata sei etwas traditionell Überliefertes mit dem Ziel der Wissensvermittlung und auch der Wissenserhaltung. „Kata setzt eine gute Konzentrationsfähigkeit, gut entwickelte Geisteskraft, starkes Verantwortungsgefühl und -bewußtsein sowie entsprechende Körperbeherrschung voraus.“
Sie sei“, so Astrid  Machulik, „ein Mensch, der, was er macht, tiefgründig betrachtet und analysiert. So natürlich auch im Judo und demzufolge auch in der Kata .“  Tatsächlich, sowohl im Beruf als technische Mitarbeiterin an einem Institut als auch an und auf der Judomatte ist das ihre Maxime.  Nicht zuletzt hat sie mehrere Male im Judo-Ursprungsland Japan an Kata-Lehrveranstaltungen im Kodokan teilgenommen, um zu Hause ihr Wissen weiter zugeben. Gerade zurückgekehrt ist sie aus Zagreb, wo Kata im Mittelpunkt einer Lehrveranstaltung der Europäischen Judo-Union war. Letztendlich ist zumindest Kata ein wichtiges Element für die Dan-Prüfungen, so auch schon für das Erlangen der Kyu-Grade grün, blau, braun.
Apropos Dan-Prüfungen. Hier hat Astrid Machulik eine Auffassung, die dem gerecht wird, was ein Dan in Wirklichkeit ist – ein beachtlicher Leistungsnachweis. Sie plädiert dafür, dass bis zum 5. Dan  alle Prüfungen absolviert werden. Fügt aber hinzu: „Sollte eine Judoka aus nachvollziehbaren Gründen die praktische Vorführung bestimmter Judotechniken nicht mehr ausführen können, so sollte ihm die Möglichkeit geboten werden, durch adäquat alternative Prüfungsfragen sein Wissen und Können im Judo zu zeigen, indem der Schwerpunkt der Prüfung mehr in den theoretischen Teil verlagert wird.“  Ein Vorschlag, der nicht von der Hand zu weisen ist, selbst wenn man besondere Verdienste mit einer Verleihung würdigen kann.   

Insgesamt waren wir 35 Judoka (inklusive Thomas Wawrzinek und meiner Person), die sich intensiv mit der Nage no kata auseinander gesetzt haben.
Dabei habe ich auch das Hintergrundwissen für die Techniken ausführlich vermittelt, damit ein besseres Technikverständnis entstehen und damit auch eine bessere Technikumsetzung erfolgen kann. Sehr großen Wert habe ich auch auf die Rolle von Uke gelegt, denn nur durch die Interaktionen zwischen Uke und Tori kann eine ordnungsgemäße Technikdemonstration entstehen. Tori und Uke bilden in der Kata eine Einheit und nur durch eine gemeinsame Fehlerkorrekturen sind die Judoka in der Lage, die Kata auf einem  immer besseren Niveau demonstrieren zu können.

Alle Judoka haben konzentriert mitgearbeitet und jetzt heißt es, im eigenen Dojo fleißig weiter zu trainieren. Vielleicht sehen wir das eine oder andere Paar bei den Berliner Kata-Meisterschaften am 2. April 2011 wieder. Von mehreren Teilnehmern kamen Anfragen, wann der nächste Lehrgang laufen wird. Ich bin bei der Planung der nächsten Lehrgänge und werde rechtzeitig allen Judoka Bescheid geben.

Bis dahin kann selbstverständlich das monatlich stattfindende JVB-Kata-Training, das an jedem ersten Freitag im Monat von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr im LLZ angeboten wird, genutzt werden. Ein Termin für einen Kata-Workshop im 2. Halbjahr 2011 steht heute schon fest, es ist der 04.09.2011 (Sonntag) mit dem Thema: Nage waza ura no kata.

Am 18.02.2011 hat die Jahrestagung der Länderbeauftragte für Menschen mit Behinderungen in Hennef bei Bonn stattgefunden. Daran hat für den JVB Hamdy Mohamed als Beauftragter für G-Judo teilgenommen und ihn auch vertreten. Es wurden aus allen Bundesländern über die jeweiligen Aktivitäten berichtet und es wurde viel Lob für den JVB ausgeschüttet, da er es in kurzer Zeit geschafft hat, gewaltig auf Bundesebene mitzumischen. 
Mit großer Aufmerksamkeit wurde Hamdy Mohameds Bericht vernommen, insbesondere über das wöchentliche, regelmäßige Kader-Training. Außerdem wurden viele Fragen über den Zustand des Kata-Trainings des G-Judos gestellt, dabei wurde u. a. eine Video-Vorführung über das Kata-Training der G-Judoka aus Berlin gemacht. Es wurden ebenfalls Fragen zu den kommenenden ersten Berliner Kata-Meisterschaften G-Judo gestellt. Hierzu wurde Hamdy Mohamed gebeten, einen ausführlichen Bericht mit Video-Aufnahmen über die Meisterschaften anzufertigen, um in Zukunft Kata-Meisterschaften auf Bundesebene bzw. Deutsche Kata-Meisterschaften im G-Judo zu veranstalten

(Anmerkung der Vizepräsidentin Breitensport, Christiane Kieburg-Bauer: „Wenn es genügend Teilnehmerinnen und Teilnehmer gibt, begrüße ich die Durchführung einer Offenen Berliner Kata-Meisterschaft, allerdings bedarf es dazu noch eines endgültigen Beschlusses des JVB- Präsidiums.“)

Am 27. Februar wird Astrid Machulik einen weiteren Workshop (s. Anmeldung) mit dem Hauptthema Nage no kata durchführen. Natürlich ist auch dieser Lehrgang offen für alle, die sich gerne mit dem Thema Kata beschäftigen, ihre Kenntnisse erweitern und ihre Technik verbessern wollen.

Sehr empfehlenswert und interessant ist er aber sicherlich für alle diejenigen, die an der nächsten Dan-Prüfung im Frühjahr oder/und an den Berliner Meisterschaften am 2. April 2011 (Meldungen bei Thomas Wawrzinek, weitere Einzelheiten: s. Ausschreibung) teilnehmen wollen. Bei guten Leistungen winkt für die Starter/innen auf der Berliner Kata-Meisterschaft eine Teilnahme an den Deutschen Kata-Meisterschaften. Last but not least wird die Teilnahme an diesem Workshop auch für die Trainerlizenz-Verlängerung anerkannt.
Bleibt noch zu berichten, dass  Astrid Machulik und Ingo Köhler im Januar dieses Jahres wieder einen Kata-Bewerter-Lehrgang besucht und auch die abschließende Prüfung bestanden haben. Während Ingo damit seine Lizenz um eine weitere, der z. Zt. gültigen Wettkampf-Kata erhöhte, ist Astrid nunmehr die Besitzerin aller Lizenzen als Kata-Bewerterin für jede z.Zt. gültige Wettkampf-Kata. Herzlichen Glückwunsch!!!

Unter Leitung der Berliner Kampfrichterkommission breiteten sich vergangenes Wochenende in der EBJC-Trainingsstätte unsere Landeskampfrichter auf das Wettkampfjahr 2011 vor. Im Mittelpunkt standen neu Festlegungen durch die IJF. Mit Nedim Bayat (Mitglied der Bundeskampfrichterkommission und Kampfrichterreferent der Gruppe Nordost)  erhielten wir die Informationen aus erster Hand. Wesentliche Schwerpunkte waren hierbei die Interpretation von Inaktivität. Den Kämpfern wird  wieder mehr Zeit eingeräumt für die Vorbereitung ihrer Techniken. Für die Kampfrichter bedeutet das, das Kampfgeschehen noch genauer zu analysieren, um die jeweiligen Situationen richtig einschätzen zu können. Weitere Schwerpunkte waren:  Griff unterhalb des Gürtels,  Cross Gripp und Baer-Gripp (Umklammerung). Die Lehrgangsteilnehmer nutzten die Gelegenheit Fragen  zu den verschiedensten Problemen im Wettkampfgeschehen zu stellen. Daraus entwickelte sich ein reger Erfahrungsaustausch. Ein Dankeschön an Nedim Bayat für seine Hilfestellung, das Reglement bestens zu beherrschen. Die Analyse zahlreicher Wettkampfszenen der „World Flash 2010“ vertiefte und untermauerte die theoretischen Kenntnisse. Dank gilt noch einmal dem EBJC, insbesondere Jakob Spiegel, der gute Rahmenbedingungen für die Durchführung des Lehrganges geschaffen hatte.

Wahlberechtige Kampfrichter und Kampfrichterinnen aus 20 Vereinen wählten am  8. Januar Thomas Jüttner vom AC Berlin erneut zum Kampfrichter-Referenten unseres Landeverbandes. Die Wahl fand im Rahmen des Lehrganges der Berliner Kampfrichter statt. In einer offenen Abstimmung wurde Thomas Jüttner einstimmig gewählt, und das für weitere vier Jahre. Thomas gehört zu den besten Bundes-A Kampfrichtern des Deutschen Judo-Bundes. Zahlreiche Bundesligaeinsätze und die Einladung zur Deutschen Einzelmeisterschaften der Männer und Frauen am 21./22. Januar 2011, wo neben den Internationalen Kampfrichtern des DJB nur sechs Bundes-A Kampfrichter eingesetzt sind, belegen das eindrucksvoll. Die JVB-Mitgliederversammlung im März muss die Wahl rechtskräftig machen.

Ein Berliner Kampfrichter-Quartett mit den Internationalen Nedim Bayat und Ljubomir Harambiev sowie JVB-Kampfrichter-Referent Thomas Jüttner und Martin Schuch wird bei den Deutschen Meisterschaften der Frauen und Männer am 22. und 23. Januar in Ettlingen amtieren. Für die neue Bundesliga-Saison, die erstmals seit 20 Jahren ohne einen Berliner Erstliga-Verein stattfindet, wurden insgesamt 17 der 55 JVB-Referees nominiert. Es sind für die 1. Bundesliga der Männer Nedim Bayat, Ljubomir Harambiev, Thomas Jüttner, Falk Scherf und Martin Schuch, für die 1. Bundesliga der Frauen Astrid Machulik, Karin Schunke, Katharina Marzok und Anne Sielaff. Für die 2. Bundesligen wurden bestimmt: Stefan Machulik, Dr. Marco Sielaff, Robert Trispel, Andreas Kramer, Daniel Schöttler, Gerd Hässelbart, Jakob Spiegel und Daniel Wernicke. Herzliche Glückwunsch!

Am 20.11.2010 hatte Berlin zum ersten Mal mit 2 Mannschaften an der Deutschen Meisterschaft für Verbandsmannschaften im G-Judo in Mellendorf bei Hannover teilgenommen. Dabei traten 7 Bundesländer gegeneinander an, unter anderen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Bayern, Baden, Sachsen-Anhalt und Berlin (mit insgesamt 14 Mannschaften). Wir stellten dabei eine Damen-Mannschaft mit den Kämpferinnen: Jennifer Wischniewsky -52kg, Dajana Sydow -57kg, Gabriele Raehse -63kg, Saskia Kwidzinsky -70kg, Janine Zimmermann +70kg, Maria Blume +70kg. Alle Damen der Berliner Mannschaft gehören dem BC Ken Shiki an. Für die Berliner Männer-Mannschaft starteten : Manuel Cacilik -66kg, Mario Weidner -66kg, Denes Mielke -73kg, Sven Peter -81kg, die Gewichtsklasse  -90kg blieb dabei unbesetzt, da der Athlet Arthur Potoczek kurzfristig ausgefallen war. Hans-Jürgen Zander kämpfte +90kg. Auch hier wurde die komplette Männer-Mannschaft vom BC Ken Shiki gestellt.

Auf beide Berliner Mannschaften war eine große Aufmerksamkeit und Begeisterung gerichtet, dass sich das G-Judo in so kurzer Zeit in einem solch Hohen Niveau entfalten konnte. Auf der Homepage des Niedersächsischen Judoverbandes wird das Land Berlin ausdrücklich positiv als eines der 3 stärksten Länder hervorgehoben.

Zu den Ergebnissen berichten wir, dass die Berliner Männer-Mannschaft, obwohl wir mit einer fehlenden Gewichtsklasse starten mussten und immer nur ganz knapp verloren (2:3), den 5. Platz erreichten. Bemerkenswert und eindrucksvoll durch saubere Technik und Angriffsverhalten, waren die meisten Kämpfe schon in erster Kampfminute entschieden. Im Finale verloren wir leider ganz knapp gegen Bayern und wurden Deutscher Vizemeister.