KaRi-News

LKL_2009Erstmals fand unser Landeslehrgang nicht im Januar statt, sondern im Dezember. Dies ist die Konsequenz aus der Verschiebung der vorhergehenden Bundeslehrgänge nach vorn in den November hinein.

Insgesamt nahmen 27 Landeskampfrichter und 12 Bundeskampfrichter teil.
Auch unsere 2 IJF-B Kampfrichter Lybomir Haralambiev und Gruppenkampfrichterobmann Nedim Bayat waren zugegen. Diese Einheit verschiedener Lizenzebenen auf Berliner Terrain soll wegweisend für die Zukunft der Berliner Kampfrichterfamilie sein. 

Nach dem schriftlichen Test am Freitag, wo sich die Kampfrichter in der Theorie beweisen müssen, wurde ein geselliger Kampfrichterabend eingeläutet. Dieser Abend gab Möglichkeiten der unterschiedlichsten Konservation zwischen allen Kampfrichterinnen und Kampfrichtern. So entstanden interessante Gespräche, Austausch von Erfahrungsschätzen oder einfach
eine nette Unterhaltung, die so auf der Matte oder in den Pausen bei Wettkämpfen kaum möglich sind. Des weiteren hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, auf einen Zettel anonym Kritik, Anregungen oder Fragen aufzuschreiben, welche dann versucht wurden,
durch die Kampfrichterkommission zu beantworten bzw. zu reagieren.


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An diesem Abend mussten wir auch einen langgedienten und verdienstvollen Kampfrichterkollegen verabschieden. Werner Müller, derzeit stellvertretener Landeskampfrichterreferent, tritt aus beruflichen und privaten Gründen ganz aus der Kampfrichterei zurück. Er wurde durch seinen Wegbegleiter Christian Bech mit einer Laudatio und einem kleinen Geschenk der Kampfrichterschaft von Berlin verabschiedet.

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Am Samstag ging es dann im ersten Teil des Seminars um Regelneuerungen und diverse Auslegungen vorhandener Regelungen. Den umfangreichen Ausführungen von Landeskampfichterreferenten Thomas Jüttner folgten die anwesenden Teilnehmer mit regem Interesse.
Sie arbeiteten aktiv mit und fragten bis zur 100%igen Verständlichkeit. Beim Einstudieren des neuen Handzeichens für „unterhalb des Gürtels greifen“ wurde es nicht nur verbal aktiv, sondern auch physisch!

Es folgten Videosequenzen zu den Problematiken „Kniee“ und „Rückengriff“ bei den Jugendsonderregeln. Dazu wurden 2 Gruppen gebildet.
Unser ehemaliger Kampfrichterreferent und jetzige DJB Beobachter der DJB Kampfrichterkommision Christian Bech gab gern seinen Erfahrungsschatz dabei weiter. Da diese Regeln regelmäßig zu Missverständnissen und Schwierigkeiten auf der Matte sorgen, konnte mit diesen Videoauswertungen noch einmal verstärkt auf diese Themen sensibilisert werden. Es fanden viele Diskussionen statt, welche aber am Ende in der Regel einheitlich beendet wurden.

Bevor es in die Mittagspause ging, wurde der schriftliche Test vom Freitag ausgewertet. Es gab Knackpunktfragen, welche häufig falsch beantwortet wurden und somit einer ausführlicheren Erläuterung bedurften. Nach dem Mittagessen referierte unser Gruppenkampfrichterreferent und DJB- Kampfrichter-kommissionsmitglied Nedim Bayat anhand von Videosequenzen zu den Neuen Regeln.

Rege Diskussionen zwischen Regelauslegung „JETZT“ und „NEU“ lassen erkennen, dass der ein oder andere Kampfverlauf durchaus anders ablaufen wird. Zum Ende konnte Nedim aber immer für Klarheit sorgen und gab 100%ige Empfehlungen ab. 

Nachdem nun auch die organisatorischen Belange geklärt wurden, alle sonstigen Fragen beantwortet werden konnten, folgten zum Ausklang noch einige Videosequenzen der IJF Word Flashes, welche immer wieder zum großen Raunen im Raum führte, da man da oft Techniken oder andere Phasen des internationalen Judos sieht, die einem den Mund offen stehen lassen vor lauter Spektaktualität.

So konnte der Landeskampfrichterlehrgang gegen 17.45 Uhr beendet werden und die Kampfrichter mit gut geschultem Fachwissen in den 3.Advent geschickt werden.  
  
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