illy irina marzok resizeSie betrachte es als große Auszeichnung, dass ihre Mannschaftskameradinnen sie für die Aufgabe als Trainingspartnerin  bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro  vorgeschlagen haben. Das entsprach auch den Vorstellungen von Bundestrainer Michael Bazinski. Iljana Marzok  habe ja große internationale Erfahrung und könne Trainingspartnerinnen auch für den Kampf auf der Matte gut einstellen. Sie sei eine ideale Trainingspartnerin, die mit viel Power bei der Sache sei, ob zu Hause im Olympiastützpunkt oder in der Nationalmannschaft.
(Foto/priv.:  
Mutter Irina, mehrfache DDR-Meisterin und 1. Trainerin von Iljana)

Da sie schon gut zehn Jahre zur DJB-Auswahl gehört, selbst viermal an Weltmeisterschaften teilnahm, mit der Mannschaft Silber und Bronzemedaillen gewann, bei Grand Prix  mehrfach auf dem Podest stand und auch schon in Sao Paulo und Rio kämpfte, kennt sie die Konkurrenz bestens und das brasilianische Judo-Flair zudem. Sie wäre gern  selbst beim Medaillenkampf der -70-kg-Klasse dabei gewesen, „aber einesteils war und sind die nationalen Gegnerinnen zu stark und dann haben mich in den vergangenen zwei Jahren Verletzungen zurückgeworfen“, sagt die Studentin für Medieninformatik, die am Sonnabend auf dem Weg in die Olympiastadt ihren 30. Geburtstag begeht.
Auch außerhalb der Matte will Iljana Marzok nicht nur dabei sein. Das ist für sie keine Thema. Sie möchte mithelfen in der letzten Phase vor dem „Ernstfall“, dass ihre Kameradinnen bestmögliche körperliche und mentale Form erreichen. Und natürlich wird sie auch SCB-Klubkamerad Sven Maresch kräftig anfeuern. (KHO)