Sie liebt das Judo wie ihre Familie und will beidem bestens gerecht werden. Astrid Machulik (SC Berlin), seit 38 Jahren mit dem Judo engstens verbunden, ist die Kata-Expertin unseres Verbandes mit allen erforderlichen Lizenzen. Sie ist auch Trainerin mit einer A-Lizenz, A-Kampfrichterin, Trägerin des 5. Dan im Judo, des 2. Dan im Ninjutsu und des 1. Dan im Karate. Sie  ist im JVB eine der ImpulsgeberInnen, hat auch ihren Sohn Stephan an das Judo so herangeführt, dass er auch Trainer und Bundes-B-Kampfrichter ist.
Als Kata-Beauftragte im JVB ist sie bemüht, gemeinsam mit Thomas Wawrzinek und Ingo Köhler Teilnehmerzahlen an derartigen Veranstaltungen systematisch zu vergrößern. Am 27. Februar waren immerhin 35 Aktive zum Lehrgang gekommen, eine Zahl, die Hoffnungen auf mehr verspricht. Vor allem bei Astrid Machulik: „Kata ist für  das Beschreiten des sanften Weges – also Judo – genauso unverzichtbar wie Randori und Shiai.“  Kata sei etwas traditionell Überliefertes mit dem Ziel der Wissensvermittlung und auch der Wissenserhaltung. „Kata setzt eine gute Konzentrationsfähigkeit, gut entwickelte Geisteskraft, starkes Verantwortungsgefühl und -bewußtsein sowie entsprechende Körperbeherrschung voraus.“
Sie sei“, so Astrid  Machulik, „ein Mensch, der, was er macht, tiefgründig betrachtet und analysiert. So natürlich auch im Judo und demzufolge auch in der Kata .“  Tatsächlich, sowohl im Beruf als technische Mitarbeiterin an einem Institut als auch an und auf der Judomatte ist das ihre Maxime.  Nicht zuletzt hat sie mehrere Male im Judo-Ursprungsland Japan an Kata-Lehrveranstaltungen im Kodokan teilgenommen, um zu Hause ihr Wissen weiter zugeben. Gerade zurückgekehrt ist sie aus Zagreb, wo Kata im Mittelpunkt einer Lehrveranstaltung der Europäischen Judo-Union war. Letztendlich ist zumindest Kata ein wichtiges Element für die Dan-Prüfungen, so auch schon für das Erlangen der Kyu-Grade grün, blau, braun.
Apropos Dan-Prüfungen. Hier hat Astrid Machulik eine Auffassung, die dem gerecht wird, was ein Dan in Wirklichkeit ist – ein beachtlicher Leistungsnachweis. Sie plädiert dafür, dass bis zum 5. Dan  alle Prüfungen absolviert werden. Fügt aber hinzu: „Sollte eine Judoka aus nachvollziehbaren Gründen die praktische Vorführung bestimmter Judotechniken nicht mehr ausführen können, so sollte ihm die Möglichkeit geboten werden, durch adäquat alternative Prüfungsfragen sein Wissen und Können im Judo zu zeigen, indem der Schwerpunkt der Prüfung mehr in den theoretischen Teil verlagert wird.“  Ein Vorschlag, der nicht von der Hand zu weisen ist, selbst wenn man besondere Verdienste mit einer Verleihung würdigen kann.