IMG_9721_detlefIn Bad Blankenburg wartete wieder ein umfangreiches Programm auf die Internationalen und Bundes-A Kampfrichter. Die IJF hatbei der Junioren-WM in Paris neue Regelauslegungen getestet. In Auswertung der Meisterschaft wurde festgelegt, dass diese Regeln bei allen weiteren IJF-Wettkämpfen 2009 Anwendung finden. Nach dem letzten Test beim Canu-Cup im Dezember 2009 wird die endgültige Entscheidung über die Einführung getroffen. Da die bisherigen Tests positiv verlaufen sind, wird davon ausgegangen, dass es zu folgenden Regeländerungen kommen wird:

1. Alle direkten Angriffe oder Blocken mit einer oder beiden Händen oder Armen unterhalb des Gürtels sind nicht erlaubt.
2. Bestrafungen:
Erster Angriff  :  SHIDO
Zweiter Angriff : HANSOKUMAKE
3. erlaubt sind
Griffe unterhalb des Gürtels im Falle von Konterattacken.
4. Golden Score
ist Teil des Kampfes und es werden alle erzielten Ergebnisse auf dem Scoreboard belassen, nur die Zeit wird neu eingegeben.
Im Falle von Hantai, müssen die Kampfrichter den gesamten Kampf bei der Urteilsfindung berücksichtigen.

Diese Änderungen waren dann auch die Schwerpunkte in der gesamten Lehrgangsarbeit. Im Praxisteil ging es dann auch um die Problematik Griffentwicklung, Grifflösung als wesentliche Grundlagen für die eigene Technik. Unser Bundestrainer der Männer, Detlef Ultsch, sensibilisierte die Kampfrichterkollegen für diese Problematik durch Demonstration und Übungen. Gemeinsam wurde zu Problemen diskutiert und entsprechende Grenzsituationen entwickelt. Detlef Ultsch, wies immer wieder darauf hin, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen den Kampfrichtern und den Trainer für den Erfolg der Athleten wichtig ist und er diese auch in Zukunft mit Leben erfüllen möchte.
Mit Hilfe zahlreicher Videosequenzen wurde der Blick für die neuen situationen geschärft. Bernd Achilles (Mitglied der EJU-Kampfrichterkommission) untermauerte noch einmal die Bedeutung der Reländerungen und ihren Hintergund. Von seinen jüngsten Einsätzen bei internationalen Meisterschaften berichtet er über die positiven Wirkungen für ein schönes und attraktives Judo. Trotz der kurzen Umstellungszeit für die Athleten, gab es wenige Bestrafungen für versuchtes Fassen unterhalb des Gürtels, dafür schöne große Judotechniken.
Am heutigen Abend findet der traditionelle Kampfrichterabend statt, wo sich alle Kollegen und Kolleginnen in gemütlicher und lockerer Runde nicht nur Judoprobleme wälzen.
Der Sonntag ist der Auswertung des Testes vorenthalten und einige letzten Zusammenkünften in den Gruppen.
In den folgenden Lehrgängen in den Gruppen und Landesverbänden werden diese Dinge an alle Kampfrichter/Innen der verschieden Ebenen weitergegeben. Damit werden wichtige Grundlagen für einen guten und sofortigen Start des Wettkampfgeschehens 2010 gelegt. (Text/Fotos FS)


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